Die Zukunft der Nachrichtenauswahl

von Susan Jörges

Welche Nachrichten erreichen uns?
Welche Nachrichten erreichen uns?

Fast täglich werden Nachrichten zu den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels in Zeitungen, Fernseh- und Radionachrichten veröffentlicht. Die Korallenriffe in Weltmeeren schrumpfen so stark wie noch nie, Brände wüten in noch nie dagewesenem Ausmaß in den Wäldern Australiens, ein neues Klimapaket soll die große Wende bringen. Tatsachenorientierte Berichterstattung über die Folgen des fortschreitenden Klimawandels ist absolut unabdingbar – und doch fehlt hierbei ein entscheidender Schwerpunkt. Neben Faktenorientiertheit und Aufklärung müssen Journalisten und Medienmacher ihren LeserInnen und ZuschauerInnen Lösungsvorschläge, Handlungsoptionen und motivierende Inspirationen mit an die Hand geben, um zum Aktivwerden, zur Nachhaltigkeit und zum Umdenken anzuregen. Statt einer reinen Orientierung an herkömmlichen Nachrichtenfaktoren sollten sich Journalisten an einem neuen Faktor orientieren: der Zukunftsrelevanz.

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Den Klimaschutz nicht zerreden – Vier Fallen der Klimakommunikation

Wenn am kommenden Wochenende der UN-Klimagipfel in New York beginnt, dürfte der mediale Aufmerksamkeitsstrudel um Klimaaktivistin Greta Thunberg noch einmal an Kraft gewinnen. Michael Brüggemann, Professor für Klima- und Wissenschaftskommunikation an der Universität Hamburg, kritisiert die Fokussierung der Berichterstattung auf die Person „Greta“ und die fehlende inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Außerdem erklärt er, was gängige Argumentationsmuster in der Klimaschutzdebatte mit einem Stau zu tun haben.

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Ankündigung: Berichterstattung zum K3 Kongress zu Klimawandel, Kommunikation & Gesellschaft

von Joana Kollert

Am 24. und 25. September 2019 findet der deutschsprachige Klimakommunikationskongress K3 zum zweiten Mal statt –  dieses Mal am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Erschienen im Hamburger Abendblatt: Hamburg sollte dem Spuk mit den E-Scootern ein Ende machen

von Michael Brüggemann und Joana Kollert

https://www.abendblatt.de/meinung/article226570497/Hamburg-sollte-dem-Spuk-mit-den-E-Scootern-ein-Ende-machen.html

E-Scooter im Stadtpark Hamburg. Bild von Joana Kollert

Jetzt hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) aber gezeigt, dass er etwas schaffen kann. Nur anderthalb Monate nachdem er seine Lieblingsidee von E-Scootern in deutschen Städten durch den Bundesrat gejagt hat, liegen sie bereits überall im öffentlichen Raum herum. Leider wird damit kein Problem gelöst, sondern eins geschaffen.

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New publication: Scientific networks on Twitter

Scientists communicate online via social media about climate change. They engage with other scientists as well as with journalists, civil society and politicians. To what extent and how their language use varies depending on whom they talk to was examined by Stefanie Walter, Ines Lörcher and Michael Brüggemann by combining network and automated content analysis. The full article with all findings is now available online (open access).

Six theses for a constructive climate communication

 

Although not quite as revolutionary as Luther’s theses, our six theses for a constructive climate communication might prove a use-oriented help for communication practitioners.

In his column “On the subject” for the Deutsche Klima Konsortium (DKK), Prof. Dr. Michael Brüggemann presents six theses for a constructive climate communication. You can find the complete editorial here (in German only).

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Call for manuscripts – new book series “Global Communications”

New Publication: Beyond false balance

web_global_environmental_change_rh_218xfreeFinally, the article „Beyond false balance: How interpretive journalism shapes media coverage of climate change” is available online. The article is an outcome of our project “Framing Climate Change” and was published by the journal Global Environmental Change.

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Vertrauenskrise der (Klima-)Wissenschaft – oder des Klimajournalismus? Eine Replik

von Michael Brüggemann und Fenja De Silva-Schmidt

In einem aktuellen Artikel interpretiert Hanno Charisius von der Süddeutschen Zeitung die Ergebnisse des Wissenschaftsbarometers 2016 als ein „Alarmsignal für die aufgeklärte Gesellschaft“ angesichts eines starken Misstrauens gegenüber der Wissenschaft, insbesondere der Klimawissenschaft. Ein genauerer Blick auf die Originaldaten offenbart allerdings, dass diese Schlussfolgerungen kaum gerechtfertigt sind. Zudem zeigen Daten unserer eigenen aktuellen Befragung zum Thema Klimapolitik, dass die Klimawissenschaftler im Gegensatz zu Politikern und Journalisten noch auf ein stabiles Vertrauen seitens der Bevölkerung bauen dürfen.

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Reflections from Paris

 

James Painter
Blog by Dr. James Painter

It has become accepted wisdom here that Paris 2015 is not Copenhagen 2009. This time, the US and China are on board; the price of renewables has dropped by more than half; the vast majority of countries have already pledged emission cuts and Paris is seen as a “staging post”, rather than a final destination.

But in one way at least, Paris 2015 is a re-run of 2009 Copenhagen. There are a staggering 3,700 ‘media representatives’ accredited in attendance, which is just short of the 4,000 (from 119 countries) present at Copenhagen.

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COP21 Media centre 2015. Credit Joe Smith

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