Is the Corona Crisis good or bad for the climate?

by Joana Kollert 

A few days ago, at the end of March, it snowed! Having never experienced snow this late in Hamburg and with the knowledge that 2019 was the second warmest year on record after 2016, my first thought was: this must be the direct cooling effect due to the COVID-19 induced industrial shutdown.

I felt a strange sense of righteousness, as if all climate change skeptics and politicians could now no longer deny the link between economic growth and global warming. This is of course an extremely oversimplified analysis; it is impossible to link two unexpected snow days in Hamburg with a global slowing down in industrial production . Moreover, climate change is a statistically significant variation in “average weather” over a period of 30 years, such that we cannot make any scientifically sound connections between a decrease in greenhouse gas emissions lasting but a few months and global warming.

Nevertheless, the economic shutdown has led to some directly observable environmental benefits.

Continue reading Is the Corona Crisis good or bad for the climate?

Like this, eat that: Warum wir essen, was wir in den Medien sehen

Der Klimawandel und seine daraus entstehenden Folgen werden momentan intensiv diskutiert. Und unsere Ernährung spielt für die zukünftige Entwicklung eine nicht unerhebliche Rolle. Schon bald werden etwa 10 Billionen Menschen auf der Erde leben (UN World Population Prospects, 2019), die alle ernährt werden müssen. Besonders der Bedarf – oder eher der Wunsch – nach Fleischprodukten wird zusammen mit der Population massiv wachsen. Selbst wenn der Fleischkonsum in Wohlstandsländern eher gleichbleibt, wird er in Entwicklungsländern, die immer wohlhabender werden, weiterhin ansteigen (Ritchie & Roser, 2017). Dabei spielt auch die Berichterstattung der Medien eine Rolle. Continue reading Like this, eat that: Warum wir essen, was wir in den Medien sehen

What would you miss the most?

Interactive visual arts project on climate change consequences

by Fenja De Silva-Schmidt

During my research stay in Stellenbosch, South Africa, I came across an interesting arts project on climate change, which was installed during the cultural festival “Woordfees”.

A note on the wall invites onlookers to participate: to illustrate or write about what or who they would miss the most if our climate completely collapsed. Another note asked to describe fond memories of nature.

interactive art project on climate change

All around, people posted little notes and drawings, all of which gave interesting insights into their perceptions of climate change, especially their fears.

Continue reading What would you miss the most?

Bist du CO2 Expert*in? Wie klimaschädlich unser Essen wirklich ist

Wir haben die Wahl. Immer. Heutzutage haben wir wahrscheinlich sogar so viel Auswahl zwischen verschiedenen Lebensmitteln, wie noch niemals zuvor. Supermarkt oder Bio-Laden, Discounter oder Wochenmarkt. Auch im Winter finden wir dort tropische Früchte und reifes Obst oder verschiedenste Käsesorten und Fleisch zu günstigen Preisen.

Aber welchen Preis zahlen wir wirklich für unsere Einkäufe? Nicht die Euros, die an der Kasse bezahlt werden, sind die eigentliche Währung, sondern Kilogramm. Kilogramm an CO2, die durch den Anbau, die Herstellung und den Transport unserer täglichen Lebensmittel der Welt und ihrem Klima schaden.

Achtest du bei deinen Einkäufen auf ihren Ursprung und Inhaltsstoffe? Weißt du, welches die Klimasünder in deinem Einkaufswagen sind oder wie du sie ersetzen könntest? Für einen ersten Überblick werfen wir mal einen Blick auf beliebte Lebensmittel, die Deutsche häufig einkaufen, und betrachten ihre wirklichen Kosten. Natürlich sind die angegebenen Zahlen nur als Richtwerte zu interpretieren und hängen von den tatsächlichen Rahmenbedingungen der Produktion ab.

Lebensmittel (für je 1 Kilogramm) CO2-Emission (in Kilogramm)
Weißbrot 0.61
Nudeln 0.46
Butter 9.20
Eier 2.04
Milch 1.44
Sojadrink 0.67
Äpfel 0.25
Bananen 0.57
Tomaten 0.77
Brokkoli 0.56
Käse 5.82
Rindfleisch 12.29
Hähnchenfleisch 3.70
Schweinefleisch 4.15
Tofu 1.66
Kichererbsen (Dose) 1.25

(Quelle der Werte: https://www.klimatarier.com/de/CO2_Rechner)

Dass Fleisch, egal ob Rind- oder Schweinefleisch, nicht die beste Klimabilanz hat, ist wahrscheinlich keine Überraschung mehr. Besonders rotes Fleisch (vom Rind) hinterlässt einen immensen CO2-Fußabdruck. Schuld daran sind vor allem der Land- und Wasserverbrauch für die Herstellung von Futter für diese Tiere. Etwas besser schneidet im Vergleich das Hähnchenfleisch ab. Aufgrund der massenhaften Produktionen ist der Wert der CO2-Emissionen zwar geringer als bei anderen Fleischsorten, allzu oft sollte es aber dennoch nicht auf den Tellern landen.

Butter ist ein wahrer Klimasünder. Hättest du das gedacht? Schon ein Päckchen Butter erzeugt 2,30 Kilogramm CO2-Emissionen; Das ist etwa so viel, wie ein Auto auf 16 Kilometern Fahrtstrecke verbraucht. Hier lohnt es sich also auf eine Alternative umzuschwenken, denn ein veganes Streichfett wie Margarine kommt auf nur 0,42 Kilogramm CO2-Emiossionen pro Packung.

Grundsätzlich sieht man an den Werten, dass eine Ernährung ohne tierische Produkte dem Klima guttun würde. Auch Milch und Käse sorgen für einen verhältnismäßig hohen CO2-Ausstoß. Die pflanzlichen Alternativen wie ein Soja-Drink (als Milchersatz) hingegen halbieren die Umweltbelastung immerhin. Aber Vorsicht: Auch die von Veganern und Umweltschützern oft empfohlenen Lebensmittel wie Tofu oder Kichererbsen für die Proteinzufuhr können je nach Ursprung und Herstellung für recht große CO2-Emissionen sorgen.

Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Blick in den Einkaufswagen und auf die beliebtesten Lebensmittel sollte sein, dass ein bewusster Fleischkonsum und Umstellungen von tierischen auf pflanzliche Alternativen schon einen großen Unterschied in der Klimabilanz unserer Ernährung ausmachen können. Wenn wir alle die große Auswahl im Supermarkt also zum Positiven nutzen, ist das günstiger für das Klima unserer Erde.

 

Sustainable Lives: stage 2, here we go!

Besides having successfully finished the pilot studies and having initiated the working paper series, the project “Sustainable Lives” has also acquired new funding for the next two years.

Our interdisciplinary work will continue in form of a working group at the Center for Sustainable Society Research (see our project website here). Continue reading Sustainable Lives: stage 2, here we go!

Sustainable Lives: Preliminary findings from the first project stage

Frühstück Essen

Since the “Food project” has now brought its first stage to a close, it is time to present some preliminary findings.

With the funding provided by KNU, we have conducted a thorough interdisciplinary literature review and several pilot studies: a representative survey in sociology, experiments in economics, a qualitative and an automated content analysis in journalism studies, an analysis of social media content in communication studies, a metaphor analysis in linguistics, and narrative interviews in geography.

Continue reading Sustainable Lives: Preliminary findings from the first project stage

Die Zukunft der Nachrichtenauswahl

von Susan Jörges

Welche Nachrichten erreichen uns?
Welche Nachrichten erreichen uns?

Fast täglich werden Nachrichten zu den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels in Zeitungen, Fernseh- und Radionachrichten veröffentlicht. Die Korallenriffe in Weltmeeren schrumpfen so stark wie noch nie, Brände wüten in noch nie dagewesenem Ausmaß in den Wäldern Australiens, ein neues Klimapaket soll die große Wende bringen. Tatsachenorientierte Berichterstattung über die Folgen des fortschreitenden Klimawandels ist absolut unabdingbar – und doch fehlt hierbei ein entscheidender Schwerpunkt. Neben Faktenorientiertheit und Aufklärung müssen Journalisten und Medienmacher ihren LeserInnen und ZuschauerInnen Lösungsvorschläge, Handlungsoptionen und motivierende Inspirationen mit an die Hand geben, um zum Aktivwerden, zur Nachhaltigkeit und zum Umdenken anzuregen. Statt einer reinen Orientierung an herkömmlichen Nachrichtenfaktoren sollten sich Journalisten an einem neuen Faktor orientieren: der Zukunftsrelevanz.

Continue reading Die Zukunft der Nachrichtenauswahl

Kommt nicht in die Tüte – Artikel zu nachhaltigen Konsumentscheidungen

Warum nachhaltig zu leben und zu konsumieren manchmal schwierig ist und wie sehr unser alltägliches Handeln auf Gewohnheiten basiert, erklärt Soziologin Stefanie Kley im Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung “Plan W”. Neben ihr kommen auch eine Fashion-Bloggerin und die Leiterin einer digitalen Petitionsplattform zu Wort. Der komplette Artikel ist hier verfügbar.