Tag 1 des K3 Klimakongresses

von Joana Kollert

Mit 500 TeilnehmerInnen eröffnete am 24. September 2019 der K3 Klimakongress in Karlsruhe. Ohne Zweifel ist die Klimakommunikation ein Thema, welches viele verschiedene AkteurInnen betrifft. Die Organisatoren des K3 Kongresses können es also als Erfolg verbuchen, eine sehr bunte Mischung an AkteurInnen angelockt zu haben: 29% stammen aus der Wissenschaft, 19% aus der Politik & Verwaltung, 16% aus der Zivilgesellschaft, 13% aus den Medien, 9% aus der Wirtschaft und 9% aus dem Bereich Ausbildung/Studium (Quelle: S. Trümper, DKK).

DKK/Stefan Röhl

Der Meterologe und Wettermoderator Karsten Schwanke eröffnete den Kongress. Anhand eines Schleudethermometers verdeutlichte er, dass es für den Menschen unmöglich ist, einen Temperaturanstieg von ein paar Grad zu spüren und dessen Konsequenzen zu verstehen. Die K3 Studireporter berichteten während des Tages fleißig über die verschiedenen Angebote; hier erfolgt eine knappe Zusammenfassung mit Hinweis auf die volle Berichterstattung.

DKK/Stefan Röhl

Der britische Klimaaktivist und Gründer der Platform Climate Outreach George Marshall bereicherte den Kongress mit einer Keynote zum Thema “Transformative Kommunikation”. Seine Kernaussage war, dass wir in der Klimakommunikation stärker auf persönliche Werte und Interessen eingehen sollen, damit sich Individuen angesprochen fühlen. Als Beispiel hierfür nannte er die muslimische Bevölkerung Nordafrikas, deren Glauben die Zerstörung der Natur als eine Zerstörung des Geschenks Gottes betrachtet. Diese religiöse Überzeugung könne und solle man nutzen, um Klimaschutz effektiv zu implementieren.

DKK/Stefan Röhl

Dr. Eckart von Hirschausen brachte Leichtigkeit in die Klimakommunikation und erklärte, wie man mit Humor Klimaschutz betreiben kann.

Bei einem Workshop hatte ich dann das Vergnügen, mich in die Haut einer FDP-Wählerin zu versetzen. Zusammen mit anderen TeilnehmerInnen und einem Vertreter der Jungen Liberalen identifizierten wir die Werte der FDP, und wie diese in die effektive Klimaschutzpolitik eingebaut werden können. Mein persönlicher Eindruck ist hierbei, dass die individualistichen und monetären Werte der FDP sehr unkompatibel sind mit den großgesellschaftlichen Transformationen, welche der Klimaschutz fordert.

Der erste Tag war sehr aufregend und vielfältig, und die K3 Studireporter freuen sich schon, morgen weiterhin Bericht zu erstatten!